Black Book


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Inhalt:
Die jüdische Sängerin Rachel Stein (Carice van Houten) lebt zusammen mit einer Familie auf dem Land. Nur so kann sie sich vor der Judenverfolgung schützen. Als jedoch ihr Versteck durch eine Streubombe zerstört wird, versucht sie mit einem Flüchtlingsboot in den bereits befreiten Süden der Niederlande zu gelangen. Das Boot wird jedoch von einer deutschen Patrouille abgefangen. Alle Flüchtlinge werden umgebracht und ausgeraubt, nur Rachel kann fliehen. Sie hat nichts mehr zu verlieren und schließt sich dann sogar dem niederländischen Widerstand an um gegen die Unterdrückung anzukämpfen. Unter dem Decknamen Ellis de Vries stellt sie Kontakt zum deutschen Offizier des Sicherheitsdienstes Müntze (Sebastian Koch) her. Die beiden kommen sich immer näher und erbietet ihr eine Stelle als Schreibkraft in seinem Büro an. Nach kurzem Zögern nimmt sie das Angebot an und die Widerstandskämpfer arbeiten an einem Plan um mit Ellis Hilfe Gefangene zu befreien. Das Vorhaben fliegt jedoch auf und schnell wird die Schuld auf Elli geschoben - sowohl von den Deutschen als auch von der Widerstandsgruppe. Gemeinsam mit Müntze taucht sie unter und wartet auf das Ende des Krieges. Doch selbst als sie den wahren Verräter entlarvt hat, findet sie keine Ruhe und kämpft weiter um ihre Freiheit.

Kritik:
Paul Verhoeven erzählt in klaren und unverschönten Bildern eine Geschichte, die in unverschönten und opulenten Bildern den Kampf des Widerstandes in den Niederlanden aufzeigt. Obwohl man von der immer wiederkehrenden filmischen Aufarbeitung der Thematik inzwischen ein wenig genervt sein könnte, muss man sagen, dass sich dieser Film vollkommen von all den anderen seines Genres unterscheidet. Die Geschichte ist in jeder Sekunde spannend und fesselnd. Niemals käme man auf die Idee aufzustehen um den Kinosaal zu verlassen - niemals. Dafür ist die Gefahr viel zu groß etwas sehenswertes zu verpassen und sehenswert ist jede Szene des Filmes. Verhoeven stellte mit dem Kreis um Carice van Houten und Sebastian Koch eine europäische Besetzung auf, die ihresgleichen sucht. Es scheint als hätte europäisches Kino unserer Zeit niemals zuvor so gut funktioniert - mit Ausnahme von Christian Carions dreisprachigem „Merry Christmas“. Dass die Regiearbeit von Verhoeven makellos ist müsste man eigentlich nicht mehr gesondert erwähnen, denn dieser Mann arbeitet seit Jahren in Hollywood und erfüllte sich mit „Black Book“ einen Traum, den er vor 20 Jahren begonnen hat. Dieser Film hat sich einen ganz besonderen Platz im Lebenswerk des „Basic Instinct“- und „Starship Troopers“- Regisseurs verdient.
Dieses Meisterwerk sollte man auf keinen Fall verpassen.

Punkte: 10 von 10 mögl. Punkten

Autor: Daniel Fürg


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