Déjà Vu
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Inhalt:
Nach dem schrecklichen Hurrikan Katrina hat sich New Orleans mittlerweile wieder akklimatisiert und die Menschen gewöhnen sich wieder an den Alltag. Da passiert eine schreckliche Katastrophe, eine Fähre explodiert während der Überfahrt und alle Passagiere sterben. Das ATF wird eingeschaltet und Agent Doug Carlin (Denzel Washington) findet schnell heraus, dass es sich um einen Anschlag handelt. Allerdings tappt er noch im Dunkeln, bis ihn FBI Agent (Val Kilmer) schließlich in ein Geheimnis einweiht: mittels Satellitenbildern ist es möglich die Ereignisse zu rekonstruieren, allerdings mit einer Verzögerung von vier Tagen. Gemeinsam mit einem Team von Spezialisten versuchen sie nun herauszufinden, wer hinter dem Anschlag steckt. Währenddessen verfolgt Agent Carlin einen weiteren Fall mit Hilfe des Programms, den Mord an einem Mädchen am Tag der Katastrophe. Stehen die Verbrechen etwa in Verbindung miteinander, kann man mit den Satellitenbildern mehr, als sie nur zu beobachten und warum kommt Agent Carlin das alles nur so bekannt vor?
Kritik:
„Was, wenn Sie jemanden die wichtigste Sache der Welt erklären müssten, aber er glaubt Ihnen nicht?“. Diese Frage stellt sich zum Glück nur im Film, aber was, wenn Ihnen jemand sagen würde, es gäbe da einen Film der trotz seiner teilweise absurden Handlung enorm spannend ist? Und was, wenn Ihnen jemand dann auch noch sagen würde, dass selbiger Film Sie nahezu paralysiert ob seiner genial erzählten Geschichte? Würden Sie ihm glauben?
Aber alles der Reihe nach: zunächst einmal wäre zu erwähnen, dass sich nach De Niro und Scorsese, Depp und Burton nun ein weiteres Schauspieler-Regisseur Traumpaar zu entwickeln scheint, denn nach „Mann unter Feuer“ ist „Déjà Vu“ bereits die zweite hervorragende Zusammenarbeit von Denzel Washington und Tony Scott.
Diesmal geht es allerdings bei weitem nicht so hart zur Sache, sondern man konzentriert sich eher auf eine äußerst packende und zugleich in höchstem Maße innovative Story. Die ist auch das Prunkstück von „Déjà Vu“, die schier unglaubliche Anspannung die dieser Thriller dadurch konsequent aufbaut, fesselt bis hin zum furiosen Showdown . Hierbei hilft vor allem, dass Tony Scott eine sehr seltene Gabe besitzt, die man in dieser Art und Weise nur vom Altmeister Alfred Hitchcock kannte. Denn ständig hat man diese böse Vorahnung, dass etwas unheilvolles passiert, dieses mulmige Gefühl das einen beschleicht und bis zum eigentlichen Ereignis nicht mehr loslässt. Zusammen mit einem unglaublich passenden und spannungsfördernden Soundtrack verhilft das dem Ganzen zu einer noch dichteren Atmosphäre.
Allerdings gibt es da noch die oben erwähnten absurden Elemente, denn das Überwachungssystem ist doch sehr an den Haaren herbeigezogen. Doch das stört kaum, denn der Film schafft es durch seine hohe Intensität und den Realismus stets derartige Dinge glaubhaft zu verkaufen. Und wer weiß denn eigentlich über welche Techniken die USA mittlerweile verfügen? Was man allerdings mit Sicherheit sagen kann ist, dass Denzel Washington wieder einmal brillant spielt, er bringt sein ganzes Können auf und überzeugt durchweg. Auch die anderen Schauspieler agieren äußerst glaubhaft, lediglich Val Kilmer bleibt manchmal etwas blass.
Und was, wenn Ihnen jemand sagt Sie sollen sich den Film anschauen? Ganz einfach, Sie tun es.
Punkte: 9 von 10 mögl. Punkten
Autor: Fabian Ohrner