Departed - Unter Feinden


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Inhalt:
Seit der Gangsterboss Costello (Jack Nicholson) dem jungen Colin Sullivan (Matt Damon) einen Job in seiner Organisation angeboten hat, arbeitet dieser für die bösen Jungs. Auch nach seiner Ausbildung zum Polizisten bleibt er der Organisation treu. Er arbeitet sich bis in eine Spezialeinheit der Bostoner Polizei vor, diese kennt nur ein Ziel: Costello zur Strecke zu bringen. Doch auf diese Art weiß Costello immer was vorgeht und ist den Gesetzeshütern stets voraus. Aber auch die Polizei versucht einen Informanten bei Costello einzuschleusen,Billy Costigan (Leonardo DiCaprio). Dieser gewinnt auch schnell das Vertrauen der Gangster und versucht das Verbrecheroberhaupt ans Messer zu liefern. Beide Parteien merken jedoch schnell, dass sich ein Maulwurf in den eigenen Reihen befindet. Nun müssen die beiden Informanten um ihre Sicherheit fürchten und alles tun um den anderen zuerst zu enttarnen.

Kritik:
Wenn man etwas besonders gut kann sollteman auch dabei bleiben. Im Falle des Altmeisters Martin Scorsese wären das wohl Filmeüber Gangster, entweder groß angelegt wie bei „Goodfellas“ oder eher über Kleinkriminelle á la „Taxi Driver“. Denn auch wenn seine letzten Kinofilme „Gangs of New York“ und „Aviator“ keinesfalls schlechte Filme waren, erreichten sie nicht das Niveau der gerade genannten. Mit „Departed – Unter Feinden“ bewegt er sich nun ein weiteres Mal in das Genre rund um das Organisierte Verbrechen, konzentriert sich nun allerdings verstärkt auch um die Geschehnisse innerhalb der Polizei. Doch natürlich darf bei dieser Art Film ein Mafiaboss nicht fehlen und da hat man genau den richtigen gefunden. Denn Jack Nicholson verkörpert den brutalen, zynischen, leicht schrulligen und immer gut aufgelegten Gangsterboss derart überwältigend und lebensnah, dass man ihm den am liebsten Oscar schon jetzt verleihen würde, tatsächlich seit dem großen Marlon Brando gab es kein so phänomenales Verbrecheroberhaupt mehr. Aber auch die anderen großen Namen die sich hier die Ehre geben überzeugen auf ganzer Linie, denn egal ob Alec Baldwin, Matt Damon, Mark Wahlberg oder auch Leonardo DiCaprio, alle spielen äußerst ansprechend. Sie alle agieren in einer schnörkellosen Story um Betrug und Intrigen. Zugegeben, das Verwirrspiel braucht zwar etwas bis es ins Rollen kommt, doch mit zunehmender Dauer steigert sich die Spannung und spätestens ab der Hälfte reißt einen die Handlung vollends mit. Denn je näher das Ende rückt, desto dichter spinnt sich der Komplott, um dann in einem fantastischen Finale zu enden. Dabei kommt dem Film eines zu Gute: Scorsese‘s unglaubliche Art und Weise eine Geschichte in ansprechenden Bildern zu erzählen, egal was gerade passiert die Kamera ist stets an der richtigen Stelle und die Musik harmoniert wunderbar mit dem Gesehenen. So wirkt sogar ein tödlicher Sturz von einem Hausdach, wenn auch nur bedingt, ästhetisch. Der teils rockige, teils klassische Soundtrack ist an manchen Stellen jedoch so gar nicht Scorsese like, ergibt aber eine erstaunlich passende Mischung und rundet das Ganze ab. Mit diesem Film hat Martin Scorcsese wieder alles richtig gemacht, er kann es eben am besten.

Punkte: 8 von 10 mögl. Punkten

Autor: Fabian Ohrner


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