Die Gebrüder Weihnachtsmann


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Inhalt:
Santa Claus (Paul Giamatti) hat am Nordpol alle Hände voll zu tun - es ist kurz vor Weihnachten und die Produktion der Geschenke liegt bedrohlich weit hinten. Wenn die Elfen den Rückstand nicht schnellstmöglich wieder aufholen droht an Weihnachten ein totales Chaos. Zur gleichen Zeit ist Santas gänzlich unbekannter Bruder Fred Claus (Vince Vaughn) damit beschäftigt Geld für den Kauf von Geschäftsräumen aufzutreiben. Als er dann auch noch bei einem besonders dreisten Versuch im Gefängnis landet bittet er seinen Bruder um Hilfe. Dessen Frau Annette (Miranda Richardson) ist von dieser Idee überhaupt nicht begeistert und bittet ihren Mann darum ausnahmsweise einmal hart zu bleiben. Santa Claus wäre allerdings nicht Santa Claus wenn er seinem Bruder nicht helfen würde. Er stellt ihm allerdings eine Bedingung: das Geld, das er ihm leiht muss Fred am Nordpol abarbeiten. So wird der Weihnachtsmann-Bruder kurzerhand eingeflogen und muss sich um tausende von Akten kümmern, die Informationen über alle Kinder dieser Welt beinhalten. Fred soll die Akten prüfen und entscheiden, ob die Kinder artig waren oder nicht. Er entpuppt sich jedoch schnell als hoffnungslos überforderter Aushilfself und das ist besonders fatal, weil derzeit von einem Kontrolleur (Kevin Spacey) auch noch geprüft wird, ob Santa Claus abgeschafft wird. So droht alles im Chaos zu enden, wenn nicht bald ein Wunder geschieht. Aber wir befinden uns ja bekanntlich bei Santa Claus am Nordpol und das ist schließlich der wahrscheinlich magischste Ort auf unserem Planeten.

Kritik:
David Dobkin hat uns vor zwei Jahren mit seiner Regiearbeit „Die Hochzeits-Crasher“ durchaus amüsieren können. Nun wagt er sich an den klassischen Weihnachtsfilm und versucht uns in die Welt aus Schnee, Eis und weihnachtlicher Magie zu entführen. Das ist kein sehr einfaches Unterfagen, da man bei diesen Filmen immer Gefahr läuft etwas zu machen, das einem anderen allzu sehr ähnelt. Dass Santa Claus einen Bruder hat ist allerdings eine komplett neue Idee und dazu auch noch eine recht kreative und amüsante. Die Besetzung ist mit so vielen bekannten Namen bestückt, dass man schnell den Überblick verlieren kann - Paul Giamatti, Vince Vaughn, Rachel Weisz, Miranda Richardson und Kevin Spacey. Vielversprechende Namen, die eigentlich nicht enttäuschen sollten. Im Grunde machen sie das auch nicht, aber man hätte durchaus noch ein wenig mehr Spielfreude zeigen können. Auch das Drehbuch hätte man lieber noch einmal überarbeiten sollen. Einige Szenen, die eigentlich wirklich sehr amüsant wären sind zu sehr in die Länge gezogen worden und verlieren dadurch an Überzeugungskraft. Das wäre wirklich nicht nötig gewesen. Die Darstellung des Nordpols mit all den kleinen Häusern, der Spielzeugfabrik und allem was sonst noch zum Reich des Weihnachtsmannes gehört ist sehr gut gelungen und man hat auf viele Details geachtet. Man muss jedoch auch sagen, dass man so langsam das Gefühl hat, dass es irgendwo ein fertig stehendes Set für all die vielen Weihnachtsfilme gibt, das immer dann verwendet wird, wenn man den Nordpol darstellen möchte. Irgendwie sieht es dort immer gleich aus und auch die ganzen kleinen Elfen scheinen die Rollen inzwischen hauptberuflich auszuüben, da sie in jedem Film gleich aussehen. Doch was wäre Weihnachten ohne Weihnachtsfilme und dieses Jahr gehört dieser sicherlich zu den guten dieses saisonabhängigen Genres. Letztes Jahr war die Auswahl dieser Filme recht dürftig und man kann nur hoffen, dass sich das in Zukunft wieder bessern wird, denn meiner Meinung nach sind diese Filme ideal um sich auf die weihnachtliche Zeit einzustimmen.

Punkte: 8 von 10 mögl. Punkten

Autor: Daniel Fürg


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