Sketches of Frank Gehry


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Inhalt:
Frank Gehry ist eigentlich nicht als herkömmlicher Architekt zu bezeichnen. Er ist vielmehr ein großartiger Künstler, der mit seinen außergewöhnlichen Bauten die Menschen in seinen Bann zieht. Das Guggenheim Museum in Bilbao, Spanien ist zum Beispiel ein solches Bauwerk, das monströse Maßstäbe mit faszinierenden Formen vereint und dem Betrachter eine perfekte Einheit aus Größe und Formen darbietet. Gehry zählt zu den bedeutendsten Architekten unserer Zeit. Seine Skizzen sind eine Gradwanderung zwischen Kunst und Architektur. Andere Architekten nahmen ihn anfangs nicht ernst, da er mehr Zeit mit Künstlern verbrachte als mit seinen Kollegen. Seine Gebäude wurden schnell legendär und immer gewagter. Auch in Deutschland hat er Projekte verwirklicht, so zum Beispiel das DGBank Gebäude in Berlin, das im Jahr 2001 fertig gestellt wurde. Auch das Vitra Design Museum in Weil am Rhein, das 1989 entstand, stammt aus seiner Feder. Heute ist seine Firma Frank O. Gehry & Ass. auf über 140 Mitarbeiter angewachsen und realisiert Projekte auf der ganzen Welt, wie zum Beispiel in Ländern wie Japan, Deutschland, Spanien, Kanada, Tschechien und in den USA.

Kritik:
Wenn man von einem Dokumentarfilm über diese Person hört, denkt man an eine klassische und recht trockene Zusammenfassung seines Lebenswerkes. „Sketches of Frank Gehry“ ist jedoch alles andere als trocken, plump und zäh. Er ist viel mehr als ein „normaler“ Dokumentarfilm. Es ist vielmehr die Erzählung der Reise von Sidney Pollack durch Gehrys Welt und Leben und diese Reise ist absolut informativ ohne jemals den Charakter einer Dokumentation anzunehmen. Der Regisseur ist seit vielen Jahren mit Gehry befreundet und als dieser alle Anfragen von Pollacks Kollegen bezüglich eines Dokumentarfilms ablehnte fragte er schließlich seinen Freund Pollack, ob er Lust hätte einen Film über ihn und seine Arbeit zu drehen. Pollack zögerte zunächst, da er keinerlei Erfahrung mit Dokumentarfilmen hatte und auch kein Fachmann auf dem Gebiet der Architektur ist. Gehry ermutigte ihn jedoch zu diesem Werk und so kam es dann glücklicherweise doch zu dieser außergewöhnlichen Zusammenarbeit. Der Regisseur begleitete den Architekten über einen Zeitraum von fünf Jahren und fing alles mit einer Kamera ein. Er selbst filmte mit einer DV-Kamera zusammen mit Ultan Guilfoyle. Diese Bilder wurden dann mit Aufnahmen die auf 35mm Filmmaterial gefilmt worden sind kombiniert. Anders als gewohnt ist Pollack hier häufig auch vor der Kamera in Gesprächen mit Gehry, seinen Weggefährten, Kunden und Freunden zu sehen. Untermalt werden diese Gespräche von beeindruckenden Bildern. Vor allem die Szenen mit Gehry und Pollack zeugen von wahrer tiefgreifender, langjähriger Freundschaft. Als Zuschauer kommt man sich fast schon vor wie ein Freund Pollacks, der ihn zu Besuchen bei Frank Gehry begleiten darf. Der Schwerpunkt des Films liegt in der Aufzeichnung des kreativen Prozesses von der Zeichnung zum Gebäude. Wie aus einer abstrakten Zeichnung Gehrys zuerst ein dreidimensionales Modell aus Karton und Klebeband entsteht und dieses danach, unter Heranziehung von CAD-Konstrukteuren, Statikern und Werkstoffentwicklern im Maßstab 1:1 aus Titanium und Glas, Beton und Stahl, Holz und Stein entsteht. Von der Skizze zum Modell bis hin zum fertigen Bauwerk - ein sehr interessanter Prozess, der in „Sketches of Frank Gehry“ schlüssig aufgezeigt wird. Der Film ist absolut sehenswert und das nicht nur für Menschen, denen der Name Frank Gehry ein Begriff ist.

Punkte: 10 von 10 mögl. Punkten

Autor: Daniel Fürg


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