Nach der Hochzeit


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Inhalt:
Jacob (Mads Mikkelsen) lebt in Indien und arbeitet dort als Vorsteher eines Waisenhauses. Als das Waisenhaus wegen finanzieller Probleme der Schließung nahe steht bekommt er von Jørgen, einem dänischen Geschäftsmann, ein ungewöhnliches Angebot: er möchte einen großen Geldbetrag spenden, das aber nur dann machen wenn Jacob selbst nach Europa reist und den Vertrag dort unterzeichnet. Dort angekommen wird er zur Hochzeit von Anna, Jørgens Tochter, eingeladen, die zufällig auf den Termin seiner Ankunft in Europa fällt. Auf der Feier stellt er dann zu seinem großen Erstaunen fest, dass Annas Mutter und Ehefrau des Wohltäters seine Jugendliebe Helene ist. Als er dann auch noch erfährt, dass Jørgen nicht Annas leiblicher Vater ist kommt eine unfassbare Ahnung in Jacob auf.

Kritik:
Mads Mikkelsen ist zweifelsohne einer der vielversprechendsten Schauspieler, die es in den letzten Jahren zu immer größeren Rollen bringen. Zuletzt war er noch als Bösewicht im letzten „James Bond“-Film zu sehen und glänzte dort mit einer brillanten Darstellung. Kurz zuvor spielte er den etwas verwirrten Pfarrer in „Adams Äpfel“ und überzeugte auch dort mit einer perfekten Verkörperung des Charakters. In „Nach der Hochzeit“ spielt er nun den zunächst nichtsahnenden Jacob, der dann nach Europa reist und dort mit seiner Vergangenheit konfrontiert wird. Auch diese Rolle spielt er mit der gewohnten Perfektion und seine Rolle wird dem Zuschauer sehr schnell sympathisch. Doch neben Mikkelsen ist da in diesem Film auch noch Rolf Lassgård, der seine Arbeit ebenfalls sehr gut gemacht hat. Die beiden geben auf der Leinwand ein perfektes Duo ab und spielen ihre Rollen absolut überzeugend. Regisseurin Susanne Bier fügt diese beiden Ausnahme-Schauspieler in eine äußerst interessante, ja fast schon bedächtig wirkende Atmosphäre und erzeugt dadurch für den Zuschauer einen Film, der mehr ist als nur ein gewöhnliches Familien-Drama.

Punkte: 9 von 10 mögl. Punkten

Autor: Daniel Fürg


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