Smokin' Aces
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Inhalt:
Innerhalb der Mafia geht es knallhart zur Sache, wenn man sich da einmal einen Fehltritt erlaubt ist es bald aus mit einem. Dieses Problem hat auch der Zocker Buddy „Aces“ Israel (Jeremy Piven), der sich, nachdem er sich lange in der Mafia hochgearbeitet hat, nun gegen seinen Boss Sparazza wendet. Der ist darüber aber gar nicht erfreut und setzt 1,000,000 Dollar Belohnung auf Buddys Herz aus. Dieser Betrag lockt gleich eine ganze Schar von mehr oder minder begabten Auftragskillern an, sie alle versuchen so schnell wie möglich zum Lake Tahoe zu gelangen, denn dort hat sich Israel mit seinen Bodyguards in der Penthouse-Suite eines Casinos verschanzt. Doch auch das FBI wittert seine große Chance, seit mehreren Jahren sind sie schon hinter Sparazza her, den dieser hat vor Jahren einen verdeckten Ermittler kaltblütig erschossen. Aus diesem Grund versuchen die Agenten Donald Carruthers (Ray Liotta) und Richard Messner (Ryan Reynolds) so schnell es geht zum Lake Tahoe zu gelangen, denn die ersten Killer sind schon vor Ort...
Kritik:
Man sollte sich als Künstler stets weiterentwickeln und sich in neue Terrains begeben, wenn man sich der Gunst des Publikums weiterhin gewiss sein möchte. Es reicht einfach nicht Altes aufzutauen und es als neu zu verkaufen wenn man Erfolg haben will, von Dieter Bohlen einmal abgesehen. Beethoven zum Beispiel hat nicht immer nur nach Schema F komponiert und auch Picasso benutzte nicht immer die selben Farben für seine Bilder. Auch Regisseure unterliegen bisweilen dieser Art Zwang und es ist für sie oft von Vorteil sich in neue Genres vorzuwagen. Das dachte sich wohl auch Joe Carnahan, seines Zeichens Regisseur des Copthrillers „Narc“, denn er drehte nach diesem harten Action-Drama nun die harte Action- Komödie „Smokin‘ Aces“. Doch dazu gleich mehr. Zunächst ist es jedoch ein Vorteil, dass Carnahan aus Gründen der Weiterentwicklung nicht alles vollkommen erneuert, sondern zumindest dem bereits in „Narc“ brillant agierenden Ray Liotta wieder eine Rolle gegeben hat, auch wenn dieser schon wieder den harten Cop mimen muss. Doch diese Rolle beherrscht er einfach mit einer schlafwandlerischen Sicherheit und so zählt seine Darbietung zweifellos zu den Ansprechendsten in „Smokin‘ Aces“. Aber auch die anderen Schauspieler wie zum Beispiel Ryan Reynolds, Ben Affleck oder auch Andy Garcia agieren gewohnt souverän und sogar Sängerin Alicia Keys liefert bei ihrem Debüt als Filmschauspielerin eine ordentliche Leistung ab. Auch die Story hat durchaus ihre glanzvollen Momente. Durch dieses völlig absurde Szenario kommen mitunter Szenen zustande, bei denen man sich ein Lachen nicht verkneifen kann, meistens sind diese Szenen noch mit wunderbar schwarzem Humor angereichert. Sogar packende Augenblicke sind mit unter vorhanden, wenn etwa die unterschiedlichen Killer, mit den Waffen im Anschlag und nichts voneinander wissend zu ein und dem selben Ort rennen, da wartet man gespannt auf den Ausgang. Doch diese Szene erinnert immens an einen Moment in Guy Richies Gangsterkomödie „Bube, Dame, König, Gras“. Dass es bei derartigen Aktionen dann auch ordentlich kracht ist kein Wunder und wahrlich, Action besitzt der Film nicht zu knapp, Schießereien und Explosionen gibt es zuhauf. Doch man merkt „Smokin‘ Aces“ dabei auch an, wie sehr Carnahan versucht hat den Stil von Quentin Tarantino zu kopieren. Dieses harte Szenario verbunden mir Bubblegum-Musik und den selbstironischen Charakteren, dazu die abgehackte Erzählweise, das erinnert stark an den Meister. Da aber nun mal nicht jeder ein Tarantino sein kann, erreicht der Film nur selten die Qualität des Vorbildes und teilweise wird er dadurch sogar unnötig brutal. Man sollte sich bei seiner Weiterentwicklung dann schon auch wirklich selber weiterentwickeln und nicht einfach nur von bereits Vorhandenem kopieren.
Punkte: 7 von 10 mögl. Punkten
Autor: Fabian Ohrner